1st Day at 31C3

Jawoll, nach 13 Jahren nochmal zum Chaos Communication Congress. Dieses Jahr hatten wir eine Assembly: Jan, mein ‘Visual-Und-Codex-Heini’, die Jungs von Visual Phi und ich. Es ging um Mikroskope, Visuals, Elektronik, etc.

31c3_Assembly

Den Space im Saal 4, irgendwas mit Chillout, haben wir uns mit ‘Chaos West’ und der C-Base aus Berlin geteilt. Auch wenn ich Berlin partout nicht mag: Die C-Base-Leute sind ein nettes Volk. Hoffe, da wird noch was draus.

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wir haben im Vorfeld klar gemacht, dass wir zwischendurch Musik machen, uns um Visuals kümmern, etc. Dann lief den ganzen Tag Drum ‘n Bass per Autoplay. Irgendwann reicht’s einfach. Manchmal muss man mal ein Machtwort sprechen. Die Mucke war nicht typisch Hacker, aber gerade das hat funktioniert. Gibt ja keinen besseren Beweis, als Leute, die auf einen zukommen, um sich für die Musik zu bedanken.

Title Artist Comment Time
AudioTrack 01 Aphrodite Golden Brown 05:40
Bentley’s Gonna Sort You Out (Full Version) Bentley Rhythm Ace Tiefenrausch ->Propellerheads 04:56
Teig Sofa Surfers 03:46
Kids With Guns Gorillaz Tiefenrausch 00:20
07 – DJ Koze – Is Mir Egal (Adolf Noise Remix) Der Tobi Und Das Bo 06:20
Funky For You DeadBeats Tiefenrausch 06:22
Sex God The Brand New Heavies 04:55
Ghostwriter RJD2 Tiefenrausch 05:18
06 – Gautsch – Den Abend Gautsch 03:30
Dub Be Good To Me Beats International 05:19
Marden Hill – Hijack 03:47
Extreme Ways Moby Tiefenrausch 03:58
Erase / Rewind The Cardigans Tiefenrausch 03:36
The Streets – Empty Cans The Streets 08:15
12 – Turntablerocker – Bazooka Turntablerocker 03:56
Organ Donor DJ Shadow Tiefenrausch 04:26
This One Jam Gonzales Party 03:13
Kansas City Shuffle J Ralph Tiefenrausch, HipHop 03:59
I’ll Be Around Rappin’ 4-Tay Tiefenrausch 05:48
Across 110th Street Bobby Womack Funk 03:48
Stretch – Why Did You Do It (CD Rip) Various Artists 03:32
Supersition Stevie Wonder Funk 03:59
Brick House Commodores Funk 03:37
Hausmeister Thomas D Die Fantastischen Vier 03:08
Pretty Little Ditty Red Hot Chili Peppers 03:08
Butterfly Crazy Town Tiefenrausch 03:37
The Message (With The Furious Five) Grandmaster Flash HipHop 07:03
Ring Ring Ring De La Soul HipHop 06:55
Got Your Money (Featuring Kelis) (Remastered LP Version) Ol’ Dirty Bastard/ Kelis HipHop 04:02
People Everyday Arrested Development HipHop, Transition 03:54
Connected Stereo MC’s HipHop, Transition 05:14
Affe Sucht Liebe Fraktus 02:38
Death In Vegas – GBH Death In Vegas Reggae, Transition 05:10
You Don’t Love Me (No No No) Dawn Penn Reggae, Transition 03:23
Uptown Top Ranking Althea and Donna Reggae 03:50
Carbonara Spliff Reggae 04:20
11 – 10cc – Dreadlock Holiday 10cc Reggae 05:00
The Police – Walking On The Moon The Police 05:01
Santeria Sublime 03:03
Israelites Desmond Dekker Reggae 02:39
Jamming Bob Marley Reggae 03:33
Lee ‘Scratch’ Perry – Chase The Devil – Max Romeo Reggae 03:27
Out Of Space The Prodigy 04:58
Dickes B. feat. Black kappa Seeed HipHop, Transition 04:47
The Inevitable Return Of The Great White Dope The Bloodhound Gang HipHop, Transition 04:03
Le Smou Die Fantastischen Vier HipHop, Transition 04:41
01 Axel S Sepalot HipHop 02:55
Upside Down Diana Ross Funk, Transition, ClassicDisco 03:37
Last Night a D.J. Saved My Life Indeep Party 05:42
Da Funk Daft Punk 05:29
Hollaback Girl Stefani, Gwen 03:20
MARRS – Pump Up The Volume 07:12
Everything Counts (live) Depeche Mode Party 06:39
Klar [Live]/Live Jan Delay Party 05:29
Don’t You Forget About Me(ext) Simple Minds Party 06:33
Seed 2.0, The (featuring Cody Roots HipHop, Transition 04:29
Under Pressure Queen & David Bowie Love 03:57
Smooth Operator Sade Love 04:59
Under My Thumb The Rolling Stones Love 03:43
The Passenger Iggy Pop 04:42
Nowhere Girl (Extended Version) B Movie Hyde Park 06:39
Fit But You Know It The Streets Party 04:14
The Hardest Way To Make An Easy Living The Streets 03:15
The Hardest Way To Make An Easy Living The Streets 03:15
Heart Of Gold Neil Young ClassicRock, Ende 03:08
A Horse with No Name [Remastered Album Version]/Remastered Album Version America ClassicRock 04:09
Lady In Black Uriah Heep ClassicRock 04:47
The Happiest Days Of Our Lives Pink Floyd ClassicRock 01:51
Another Brick In The Wall (Part 2) (1994 Digital Remaster) Pink Floyd ClassicRock 04:00
Green Onions Booker T ClassicRock 02:56
Füchse Absolute Beginner Feat. Samy Deluxe HipHop 04:36
Windowlicker Aphex Twin Tiefenrausch 06:08
AudioTrack 10 Aphrodite Your Woman 05:59

Wenn schon falsch, dann richtig

 

cue

Was man hier sieht ist der Kopfhörer-Abschnitt eines Feldwaldwiesen-Mischpult. Unten steckt der Kopfhörer drin, dadrüber stellt man die Lautstärke davon ein und darüber ist der CueMix Regler. Damit regelt man, wie hoch der Anteil ist, den man vom Master hören kann (das Zeug, das ‘draußen’ gespielt wird). Ich hab’ mir so einen Workflow angewöhnt, dass ich relativ oft dazwischen hin und herschalte, dafür brauche ich grundsätzlich nicht so einen Schnickschnack wie Monitorboxen oder so. Bei meinem Mischpult zuhause gibt’s einen Knopf dafür, der das einfach AN und AUS schaltet.

Bei der Konstruktion oben im Bild is’ nix mit mal eben anschalten, da muss man beherzt am Knopf drehen.

Und jetzt kann man mal wieder raten, wie oft ich am Abend versehentlich den Knopf für die Lautstärke (statt für den Mix) VOLL …   VOLL aufgerissen habe.

…mann!…

 

Hoppy Borthdoy

Ich hab’ in den letzten 6 Monaten 3 mal den Track ‘Happy Birthday’ von Stevie Wonder gekauft. Beim ersten mal, weil ich nur eine … dezentrale Sicherheitskopie hatte. Und auch wenn’s naiv ist, und auch, wenn’s Stevie Wonder egal ist, und auch, wenn man dafür ausgelacht wird: Ich geh’ damit raus und Spiel den Kram und bekomm’ Geld dafür. Also kauf’ ich den Sche*ss. Ich hab’ alle Tracks, die ich habe, von CDs digitalisiert, die ich besitze, oder jeweils einzeln (digital) gekauft. Hin und wieder fällt mir noch mal ein Track auf, der durch’s Raster gefallen ist. Von dem weiß ich dann nicht, wie er den Weg in mein Archiv gefunden hat. Den kaufe ich auch.

Wenn ich das nicht machen täte, wäre das Diebstahl, wenn ich klauen wollte, müsste ich morgens nicht aufstehen und einer geregelten Tätigkeit nachgehen. Dann wäre das alles hinfällig. Genauso dürfte ich dann kein Geld für’s Musikmachen annehmen.

Was nochmal…. ach ja: Stevie Wonder. Also den Track ‘Happy Birthday’ habe ich in den letzten 6 Monaten 3 mal gekauft. Beim ersten Mal war ich nicht zufrieden mit der Qualität der Datei. Das klang alles irgendwie wie Kassette auf 32k gerippt. Und dann noch mal auf Kassette und dann nochmal auf 32k gerippt. Und weil man das ja hin und wieder spielen darf, …. siehe oben.

Also digital gekauft und … enttäuscht. klang genauso schlecht. Beim zweiten mal dann das selbe Spiel (und wer sich jetzt wundert, der darf mal Samstag abends  auflegen. Da vergisst man halt einiges…). Neulich dann nochmal … und wieder gekauft. Und wieder auf die Klappe geflogen.

Ich bin ja echt nicht audiophil, und ultra empfindlich auch nicht. Aber manches geht einfach nicht. Auch für damalige Verhältnisse nicht. Da gibt es eine million Beispiele: Red Hot Chili Peppers: Blood Sugar Sex Magic: Original CD: Absolut un-hör-bar. Kein Bass, keine Dynamik. Kein GAR NICHTS. Rick Rubin hat’s Produziert. Verbrochen.

Die andere Seite der Skala bekommt man zu hören, wenn man die erste Platte von Franz Ferdinand einlegt (Original CD). Nur Bass, nur Bass. NUR BASS. Das alles fällt auf Home-Stereo-Hifi erstmal nicht auf, aber man merkt es sehr massiv, wenn man etwas neutralere Boxen nutzt, die halt wenig bis keine Verfärbung des Klangs produzieren. Wenn man dann irgendwo hingeht und das Kram in der Öffentlichkeit spielt, dann …. muss man sich echt schämen.

 

Musik mit’m Computer machen

Kann man sich ewig drüber streiten. Recht hat sowieso jeder (das is’ ja das geile am Streiten). Glücklicherweise musste ich bislang nur einmal diese Diskussion führen (“Mit’m Computer auflegen is’ doch dämlich, blah blah blah….”).

Mir selber ist es ja echt egal, wie einer die Musik ans Volk bringt, solange man merkt, dass derjenige es eben ernst meint. Beim Auflegen mit Computer ist aber eins der großen Probleme, dass viele Leute sich dann doch ein wenig mehr Gedanken machen dürfen, wie das so auf das Publikum wirkt. Platten zu suchen oder Tracks durchzuscrollen ist zwar beides nicht sonderlich fotogen, aber wenn einer den ganzen Abend nur auf seinem Mac ‘rumklickt, sieht das einfach doof aus. Die of beschworene ‘Verbindung zur Crowd’ kann man sich damit sowieso abschminken. Mal ehrlich.

Irgendein rotziger Controller und schon muss man nicht mehr auf den Bildschirm starren, sondern kann beim Drücken auf PLAY auch mal eben nach oben gucken und so die Reaktion mitbekommen. Das sind Welten …..

Was wollte ich eigentlich sagen?  Ach ja:

Dieser Typ (Fred Falke, der übrigens enorm down to earth ist) bringt es zum Ende des Videos auf den Punkt; geht zwar eigentlich um Ableton und so, is’ aber egal: “I don’t want to be looking like I’m too much thinking. People don’t want to come and seeing someone thinking in front of his computer”.

(Und Ableton-Videos gehen sowieso immer)

Vorbereitung für Gigs

Ich spiele relativ wenige Gigs. Das hat unterschiedliche Gründe. Einer der wichtigsten ist aber, dass ich das hier zum Spass mache und vermeiden möchte, in einen Trott zu geraten und jeden Abend meine tiptop Playliste runterzuklicken. Das sollen andere machen is’ mir egal.

Etwas, dass ich aber schon sehr lange mache, hat bei Traktor einen eigenen Namen bekommen: Preparation List. Das ist nichts anderes als eine Playlist. Einziger Unterschied: sie ist etwas leichter zu erreichen. Man markiert eine Playlist als ‘Preparation List’ und kann im Kontextmenü eines Tracks eben ganz fix sagen ‘add to Preparation List’.

Soweit, so Hut.

Ich lege nach JEDEM Gig so eine Liste neu an. Gepflegt wird sie dann über die kommenden Tage/ Wochen mit dem, was mir so unter die Ohren kommt. Was dabei rauskommt, ist oft ein angenehm wirrer Misch:

Traktor_002

Nicht alles wird immer gespielt, aber die aktuelle Preparation List ist grundsätzlich der Fokus des nächsten Gigs und sorgt schon von alleine für Abwechslung.

Und weil man ja nicht ständig seinen Laptop dabei hat, habe ich sehr lange Zeit überall einen Block mit mir herumgetragen, um alle Ideen festzuhalten:

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Das Ding ist mir zwischenzeitlich echt ans Herz gewachsen. Auf GAR KEINEN FALL durfte z.B. eine Seite herausgerissen werden. Außerdem muss es immer eine ganz bestimmte Sorte von Block sein. Musik habe ich von der letzten Seite beginnend nach vorne gesammelt, andere Ideen von vorne nach hinten. Tracks, die auf eine Playliste kamen, wurden auf eine besondere Art durchgestrichen, etc etc.

Ziemlich archaisch, aber wirkungsvoll. Den Block habe ich mittlerweile nicht mehr so oft dabei, dafür läuft die Geschichte dann per Smartphone  – ähnlich steinzeitlich und ähnlich zwangsneurotisch.

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Playlists und überhaupt

Mit dem Workflow ist das ja so eine Sache. Wenn man sich einmal was draufgeschafft hat, dann ist es immer schwer, da wieder von runter zu kommen. Genau so geht’s mir auch mit der Organisation meiner Playlisten. Das ganze ist ursprünglich entwachsen aus den Unzulänglichkeiten von Torq (M-Audio / Avid), hat sich aber zu einer echt brauchbaren Kiste gemausert:

Traktor_002

Man kann mehrere Sachen erkennen, zwei davon sind wichtig: Ich habe relativ wenige Playlists mit etwas breit gefassten Gruppierungen: Funk, Gitarre, HipHop, … . Die selben Kategorien sind dann nochmal im Kommentarfeld jedes Tracks gepflegt. Ein Track, der in der HipHop-Playliste ist, hat also auch ‘HipHop’ im Kommentar gepflegt. Da Tracks in mehreren Playlisten auftauchen können, kann es auch mehrere Kommentare zu jedem Track geben.

Der Vorteil ist, dass ich ohne großes ‘rumgeklicke nach passenden Tracks suchen kann. Spiele ich z.B. gerade Hip Hop und möchte nach Gitarrensounds wechseln, brauche ich z.B. nur nach ‘Transition’ oder ‘Gitarre’ suchen und bin automatisch bei passigen Tracks, unabhängig davon, in welcher Playlist ich mich gerade befinde.

Wer wissenschaftlich argumentiert, der stellt fest, dass es immer noch eine Abhängigkeit der Ergebnisse von der jeweils aktuellen Playlist gibt (könnt Ihr mir noch folgen?). Aber das macht nix. Ohne die würde man ja immer die selben Tracks spielen. Muss nicht sein.

Das ganze steht und fällt mit der Pflege der Playlists und der Kommentare, aber das ist eben die Arbeit, die man hat – dafür muss man keine Plattenkisten mit sich rumschleppen.

(Und ja – ich pflege eine ‘Country’-Playlist)

Setup

“Traktor auf’m Mac” gehört ja mittlerweile eh zum FeldWaldWiesenSetup, da ist nix besonderes mehr bei.

 

Ich habe mir meine Traktor-Oberfläche angepasst, um den bestmöglichen Kompromiss aus Browser- und Trackansicht zu bekommen. Außerdem muss alles so sein, dass man nach einem Bier morgens um halb drei noch fix erkennen kann, was Sache ist.

Traktor_002

Bedient wird das ganze zu 78% mittels externem Controller:

Numark_001

 

Wie ich zu diesem Schätzchen gekommen bin, habe ich ich hier bereits lang und breit erklärt. Mittlerweile ist die Sache jedenfalls echt ‘rund’ geworden, sodass ich herzlich gerne alle anderen Controller links liegen lasse. Ausserdem hat er noch Platz für’n Sticker mit den Sachen, die ich im Eifer des Gefechts sowieso immer vergesse.

Mit dem Ding kann ich 2 Decks steuern. Scrollen in einer Playlist und Laden eines Tracks in Deck A oder B ist ja standard. Aber dann kommt’s:

Die gelben Taster springen jeweils eine Que an, sofern vorhanden. Ich habe hier relativ viel Aufwand betrieben und das Verhalten von Traktor per Controller Editor dem angeglichen, was ich von Torq (andere Story,  später) gewohnt bin. Im Gegensatz zum normalen Verhalten von Traktor passiert beim Aufruf eines noch nicht gesetzten Cue-Punktes nämlich … nix. So verhindere ich, versehentlich Cue-Punkte zu setzen. Gibt ja nichts schlimmeres.

Cue-Punkte werden erst gesetzt, indem die Taste ‘Cue’ und gleichzeitig die gewünschte gelbe Taste für die Cup 1 – 4 gedrückt wird. Alles klaro? Hier noch mal in langsam:

Die blauen Tasten setzen Loops. 4, 8 und 16 Takte (Was ‘in echt’ 1, 2 bzw 4 Takten entspricht). Wenn man eine der Tasten bei bereits aktiviertem Loop noch einmal drückt, halbiert sich die Länge des Loops. Hält man die Taste ‘Cue’ gedrückt und drückt eine der Loop-Tasten, verdoppelt ich die Länge des gerade aktiven Loops. Benutze ich heute bei weitem nicht mehr so oft wie früher, aber es tut immer noch seine Dienste. Schad’ halt nicht. Mit der schwarzen Taste daneben  geht der Loop wieder aus. Klaro.

Die roten Taster sind mit Effekten verknüpft. Die sind jeweils nur solange aktiv, wie die jeweilige Taste gedrückt ist. Dry/ Wet geht über den Crossfader. Der schwarze Taster rechts daneben schaltet Traktors Flux-Mode an und aus. der letzte schwarze Taster ist noch ohne Belegung.